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| aus: www.rocknacht.net, 03.09.2005 |
| Live in der Plattenburg |
Von einer amüsanten, humorvollen Seite zeigte sich schließlich der aus Göttingen stammende, derzeit in Essen lebende Musiksatiriker Henning Schmidtke alias Kelvin. Als Mitarbeiter der Musikpolizei - Abteilung Samenraub, der sich weniger für Human Rights denn für Copy Rights interessiert, versuchte er unter anderem zu beweisen, dass der erste erfolgreiche Britney-Spears-Hit einer homosexuellen, sibirischen Band aus dem Underground St. Petersburgs entstammt: Hit me baby one more time. Auch dem letzten noch so von der Ernsthaftigkeit der vorangegangenen Krimi-Erzählungen eingenommenen Zuhörer trieb es spätestens bei Kelvins Variationen des U2-Hits I still haven’t found what I’m looking for die Lachtränen in die Augen. Das Zwerchfell erhielt kaum noch eine Pause, als Kelvin ohne Pardon, streng nach Dienstvorschrift, Nick Cave, Konstantin Wecker, Bob Dylan, Moses P. und weitere Größen und Ungrößen der Musikindustrie grandios parodierte - keinem von ihnen gelang es, durch das engmaschige Netz der Musikpolizei zu schlüpfen. Aber was rede ich hier: Kelvin muss man einfach live erlebt haben. Hingehen, anhören, Tränen lachen!
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