Pressekritiken

 
aus: www.worringenpur.de,  09.06.2007
Eine kleine Enklave großer Kultur
Blue Monday:
Eine kleine Enklave großer Kultur
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„Das geht jetzt ratz fatz hier“, mit diesen Worten sprang Henning Schmidtke direkt mitten hinein in sein Programm im Hotel Matheisen und dann ging es Schlag auf Schlag. Als Chefermittler der Musikpolizei deckte er sie alle auf: die größten Diebstähle der Musikgeschichte. So hat Britney Spears Hit „Hit me baby one more time“ seinen Ursprung in der Moskauer Sadomaso-Szene, wovon das Publikum nach einem entsprechenden Vortrag des Künstlers sofort überzeugt war. „Highway to hell“, vorgetragen mit Klavier und Mundharmonika-Begleitung konnte vom Publikum als altes Südstaatenlied identifiziert werden und „Moonlight Shadow“? Natürlich von Mozarts „Mondscheinsonate“ abgeschrieben. Nach dem Klassiker „Kiss“ von Prince, vorgetragen nach den „Original -Noten“ als Chanson, lagen Henning Schmidtke alle Frauen im Saal zu Füßen, die Männer überzeugte er mit den Original Hans-Albers-Liedern, ursprünglich Lieder von schwulen Matrosen. An dieser Stelle war es dringend erforderlich, dass Niveau dieser „kleinen Enklave großer Kultur“ wieder anzuheben. Mit der Wiedergabe eines Liederabends bei Herbert Grönemeyer zeigte Henning Schmidtke sein Talent als Parodist. Eine Sichtung der deutschen Kinderlieder zeigte, dass es hier von Brutalität nur so wimmelt, und sich die Frage stellt, welche Sozialpädagogen sich das ausgedacht haben.

Henning Schmidtke zeigte Klavier-Comedy, bei der kein Auge trocken blieb. Mit diesem gelungenen Abend geht der „Blue Monday“ in die Sommerpause. Auf die Fortsetzung im Herbst darf man gespannt sein.

WorringenPur.de/09.06.2007
Bericht und Fotos: Monika Zimmermann 

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