Pressekritiken

 
aus: www.campus-web.de,  29.05.2006
Ein Mann. Ein Klavier. Tausend Stimmen. Kelvin brachte das Atelier Theater zum Toben
Samstagabend: Es regnet in Strömen und es gibt eigentlich keinen Grund, um Couch und Fernseher mit dem European Song Contest gegen einen Abend im Musiktehater einzutauschen.

Doch kaum in dem kleinen Keller des Atelier Theaters angekommen betritt ein gut aussehender junger Mann die Bühne. Im schwarzen Anzug setzt er sich ans Keyboard. Doch so gänzlich unpassend zu seinem Outfit füllt dieser adrett gekleidete Mann den Raum nicht mit Klassik, sondern er entzückt das Publikum mit einer gnadenlosen Persiflage auf sämtliche Künstler und Interpreten der Musikgeschichte.

Von Reinhard May über Udo Lindenberg und Herbert Grönemeyer bis hin zu Hot Chocolate. Niemand ist sicher vor der grandiosen Parodie von Henning Schmidtke alias „Kelvin dem Musikpolizisten“. Nicht einmal Hip Hop-Produzent Moses Pelham oder der bibelfeste Schmusesänger Xavier Naidoo. Ganz nebenbei erfährt das Publikum den „wahren“ Ursprung von Popsternchen Britney Spears erstem Hit „Hit me Baby one more Time“. Geklaut hat sie’s und zwar von überzeugten Huldigern der Moskauer Sado-Maso-Szene.

Kelvin und sein Klavier schaffen es nicht nur das Publikum in knapp zwei Stunden durch alle menschlich-möglichen Stimmungen zu jagen, sondern er verursacht mit seinem schwarzen Humor regelrechte Lachkrämpfe, bei denen Zwerchfell und Lachmuskeln gar keine Ruhe mehr finden.

Danke Kelvin! Das hätte uns der Fernseher nicht bieten können. Wer sich nicht nur von Kelvins Künsten, sondern auch von dem übrigen Programm des Atelier Theaters begeistern lassen möchte, der kann das ab nächster Woche beim Sommerspecial tun. - Hedieh Feshari / Johanna Mitscherlich 

  zurück